Die Homburg

Homburg
Nicht einfach nur eine Ruine, sondern eine Anlage, die wie geschaffen ist für Burgen-Fans. – Foto: Holger Schossig

Burgen und Ruinen hat es in Franken ja eine ganze Menge. Eine, die etwas abseits zu finden und vermutlich auch bei den meisten relativ unbekannt ist, ist die Burg Homburg bei Gössenheim in Unterfranken. Und das, obwohl diese Burg als eine der größten Burgruinen in ganz Deutschland gilt. Schon vom Tal aus ist das majestätische Ausmaß der Anlage zu erkennen. Noch eindrucksvoller ist es, wenn man durch das alte Burgtor schreitet und die Größe dieser Ruine einen staunen lässt. Die Baukünste aus früheren Jahrhunderten sind schon mehr als eindrucksvoll.

Fast 1.000 Jahre Geschichte

Reinhart von Hohenberg hieß ein Würzburger Ministeriale, der die Burg in den Jahren 1028 bis 1031 erbauen ließ. Drei Jahre Bauzeit erscheinen aufgrund der Größe relativ kurz. Dabei ist allerdings anzumerken, dass die Burg im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut wurde. Gerade vom 13. bis 15. Jahrhundert kamen weitere Teile der heutigen Burgruine dazu.

Gehörte die Höhenburg, die sich in Spornlage befindet, bis 1381 zum Geschlecht Reinhard, kam danach als Erbin Christine von Bickenbach in den Besitz. Das Haus Bickenbach hatte die Anlage allerdings nur 114 Jahre inne, 1496 wurde sie an das Hochstift Würzburg verkauft. Bereits vier Jahre zuvor wurde die Burg Amtssitz.

Den Bauernkrieg überstand die Homburg noch unversehrt, im Jahr 1680 kam es allerdings zu einem Brand auf der Anlage, danach wurde sie nicht mehr instand gesetzt. Sie verfiel immer mehr und konnte erst in der Neuzeit gesichert werden. Die Homburg ist frei zugänglich, im Sommer findet jährlich das Burgweinfest im historischen Burghof statt.

Die Homburg – Daten und Fakten

Adresse: Homburg, 97780 Gössenheim

Anfahrt: Von Westen über die A3 Frankfurt – Nürnberg, Ausfahrt Hösbach, dann auf die B26 Richtung Lohr am Main, Gemünden am Main. In Gemünden am Main auf die St2301 bis Gössenheim. Im Ort der Beschilderung folgen.

Von Süden über die A3 Nürnberg – Frankfurt, Ausfahrt Marktheidenfeld, dann die B8 bis kurz vor Marktheidenfeld. Nun der Staatsstraße 2315 entlang der linken Mainseite bis nach Lohr am Main folgen. Danach die B26 bis Gemünden am Main. In Gemünden am Main auf die St2301 bis Gössenheim. Im Ort der Beschilderung folgen.

Von Osten über die A70 bzw. die A7, Ausfahrt Kreuz Schweinfurt/Werneck. Dann die B26a und in der Folge die B26 bis Stetten. Im Ort auf die St2301 bis Eußenheim fahren, danach die B27 bis Gössenheim. Im Ort der Beschilderung zur Burg folgen.

Koordinaten: 50° 1′ 39,1“ N, 9° 47′ 46,4“ O

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*