Die Altenburg in Bamberg

Altenburg
Bei schönem Wetter ein tolles Ausflugsziel – fantatische Aussicht inklusive. Foto: Holger Schossig

Wer sich nach Bamberg in Oberfranken begibt, kann schon von Weitem die Altenburg sehen. OK, zwei Bedinungen müssen erfüllt sein. Erstens, er sollte von Westen her anreisen und zweitens, das Wetter muss passen. Im letzteren Fall empfiehlt sich auf jeden Fall auch ein Besuch auf der Burg, um die herrliche Aussicht zu genießen. Schließlich befindet sich der Turm auf immerhin 400 Meter über NN.

Wo einst Fürstbischöfe residierten

1109 war das Jahr, in dem die Altenburg zum ersten Mal in einer Urkunde auftauchte. Bischof Otto von Bamberg war es, der die Burg an das Kollegiatsstift St. Jakob übergab. Von 1305 bis 1553 war die Anlage nach der Alten Hofhaltung die zweite Residenz der Bamberger Fürstbischöfe.

Nachdem die Altenburg den Bauernkrieg im Jahr 1525 noch schadlos überstand, wurde sie im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 zerstört. Allerdings nicht durch Eroberung, sondern nachdem sie an das Kriegsheer des Markgrafen Albrecht Alcibiades von Brandenburg-Kulmbach übergeben wurde. Für weitere Zerstörungen sorgte ein Erdrutsch im 18. Jahrhundert, der Teile der Ostmauer einriss.

Durch Verkauf konnte die Burganlage kurzum vor dem Verfall gerettet werden, Teile wurden wieder aufgebaut. So kann man heute in einem sehr guten Zustand folgende Gebäude vorfinden: Das Torhaus, die Burgkapelle, den Palas, den Turm, den Brunnen, die Amalien-Klause und die E.T.A.-Hofmann-Klause. Am Turm befindet sich mittlerweile ein Eisenkorb, dessen Herkunft und Zweck man bis heute nicht kennt und nur Vermutungen anstellen kann.

Altenburg – die Daten

Adresse: Altenburg 1, 96049 Bamberg

Anfahrt: A73 Nürnberg – Bamberg, Ausfahrt Bamberg-Süd. Der B22 folgen (Berliner Ring, Münchner Ring), Ausfahrt Buger Straße nehmen. Hier links abbiegen und über die Würzburger Straße, Laurenziplatz und Oberer Kaulberg bis zum Mittleren Kaulberg. Hier links in die Straße Am Knöcklein, danach wieder links in die Altenburger Straße. Parkplätze gibt es etwa 200 Meter unterhalb der Burg und direkt am Burgeingang.

Natürlich können Wanderwillige den Burgberg aber auch zu Fuß erklimmen. Für die 3 km lange Wanderung sollte man mindestens eine Stunde einplanen und etwas Kondition mitbringen.

Koordinaten: 49° 52′ 50“ N, 10° 52′ 9“ O

Öffnungszeiten: Burggelände jederzeit frei zugänglich. Palas und Bergfried während der Öffnungszeiten des Burgrestaurants. Diese sind von Dienstag bis Sonntag von 12 bis 21 Uhr.

Besichtigung: Außenbesichtigungen sind jederzeit möglich, Innenbesichtigungen über folgende Nummer jedoch nur gegen Voranmeldung: 0951-5 33 87.

Alle Angaben ohne Gewähr!

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