Homestory Organspende

Organspende
Kerstin Flory wartet seit Jahren auf neue Nieren. – Foto: Holger Schossig

Wir möchten Euch mit unserem heutigen Bericht ein wenig für die Organspende sensibilisieren. Viele machen sich darüber wenig Gedanken – wir nehmen uns da nicht aus, haben wir doch in der Vergangenheit kaum darüber nachgedacht. Dann aber haben wir die Kerstin Flory – ein Fan von uns – und ihre Geschichte kennengelernt.

Organspende geht uns alle an

Jeder Mensch hat die Möglichkeit, über seine Organe selbst zu entscheiden. Nämlich dann, wenn der Tod eintritt und wir womöglich danach noch etwas Gutes tun können. Zwingen kann man niemanden dazu – und das ist auch gut so – aber man kann die Menschen animieren, über die Situation nachzudenken.

Wenn man sich allein die Zahl derer ansieht, die es erlauben, dass nach ihrem Tod Organe für Patienten entnommen werden dürfen, dann sieht man auch, wie wichtig Aufklärungsarbeit tatsächlich ist. In Bayern (für Franken liegen uns keine Zahlen vor, diese dürften aber ähnlich gelagert sein) kamen 2016 auf 1 Million Einwohner 9,4 Organspender. Damit liegt der Freistaat noch unter dem Bundesdurchschnitt von 10,4.

Fadenscheinige Gründe

Besonders interessant ist die Frage nach den Gründen, warum sich Menschen (noch) nicht für einen Organspendeausweis entschieden haben. Zwei Gründe könnte man gelten lassen, der Rest ist fadenscheinig, wie wir meinen:

  • 36 % haben sich noch nicht ausreichend informiert
  • 11 % sind zu jung / zu alt
  • 10 % nennen gesundheitliche Gründe
  • 6 % lehnen Organspende grundsätzlich ab
  • 5 % haben noch keinen Ausweis
  • 5 % hatten bisher keine Zeit dafür
  • 4 % haben Angst, vorzeitig für tot erklärt zu werden
  • 3 % geben religiöse / ethische Gründe an
  • 3 % sind noch unentschieden

Macht Euch selbst ein Bild dieser Gründe, denkt gut darüber nach und überlegt Euch, warum Ihr noch keinen Ausweis habt. Denn jeder kann irgendwann in die Lage kommen, ein Organ zu brauchen, um weiterleben zu können. Wir wollen und können es niemandem vorschreiben, aber sich darüber  Gedanken machen sollte wohl drin sein. Schaut Euch die Homestory mit Kerstin an und entscheidet dann in aller Ruhe.

Weitere Infos zum Organspendeausweis gibt es online. Dort könnt Ihr den Ausweis im Übrigen auch kostenlos bestellen

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One thought on “Homestory Organspende

  1. Ich selbst habe einen Ausweis und kann nur empfehlen, sich einen zuzulegen, wenn man bei klarem Verstand und noch bei bester Gesundheit sebst entscheiden möchte, was im Fall der Fälle zu tun ist. Ich möchte meinen Angehörigen ersparen, in einer hoch emotionalen Situation zu entscheiden, was mit meinen Innereien passieren soll. Im Übrigen: wer sosehr daran hängt, dass er „komplett“ bestattet wird, kann das ebenfalls mit dem Spenderausweis dokumentieren – man kann die Spende damit auch ganz oder teilweise ablehnen. Es gibt auch kaum Einschränkungen wegen des Alters, auch ältere Menschen können nach ihrem Ableben noch Organe spenden.

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